Willkommen in der Hütte.
Macht es euch gemütlich, schenkt euch etwas ein und drückt auf Play, sobald alle Gäste am Tisch sitzen.
(Wind heult im Hintergrund)
Sprecher: Der Wind heult durch die engen Bergtäler, während dunkle Wolken tief über den Gipfeln hängen. Regentropfen prasseln gegen die Fenster einer abgelegenen Berghütte, die sich an eine steile Felswand schmiegt – das einzige sichere Dach inmitten dieser unbarmherzigen Wildnis.
Drinnen flackert das Kaminfeuer. Es wirft unruhige Schatten auf die alten Holzbalken, während drei Menschen zusammensitzen. Ein verliebtes Pärchen und ein weiterer, der mit müder Miene seinen Tee umrührt. Sie haben bereits einige Nächte hier verbracht, abseits der Zivilisation, nur mit sich selbst und der rauen Natur. Dann öffnet sich mit einem gewaltigen Krachen die Tür. Der Sturm bläst kalte Luft und feuchte Nebelschwaden in die warme Stube, als vier durchnässte Wanderer eintreten. Sie sind keine gewöhnlichen Bergsteiger, sondern Kollegen auf einem Betriebsausflug. Doch ihre Gesichter sind von mehr als nur Erschöpfung gezeichnet – die plötzliche, unkontrollierte Gewalt des Wetters hat sie überrascht und hierher getrieben, in diese Hütte, in der es kein Entkommen gibt. Kein Empfang, keine Verbindung zur Außenwelt. Ein Abend voller Anspannung beginnt. Die Gäste wärmen sich am Feuer, erste Gespräche entstehen. Doch es gibt Spannungen, unausgesprochene Worte, Blicke, die länger verweilen, als sie sollten.
Jeder trägt etwas mit sich – alte Konflikte, verborgene Sorgen, unausgesprochene Geheimnisse. Und mitten unter ihnen: Bernhart, der Chef der Gruppe, ein Mann, der sich in den Bergen auskennt wie kein Zweiter. Ein Mann, der gewohnt ist, Befehle zu erteilen. Doch am nächsten Morgen ist er tot. Jemand in dieser Hütte wollte, dass Bernhart diesen Sturm nicht überlebt. Die Frage ist: Wer? Und vor allem: Warum?